Technik, Dialog und regionale Verbundenheit
Der Tag der Bundeswehr in Weiden zeigte eindrucksvoll, wie eng militärische Leistungsfähigkeit, gesellschaftlicher Dialog und regionale Verbundenheit miteinander verknüpft sind. Am 6. Juni 2026 öffnete die Major-Radloff-Kaserne ihre Tore für Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Region. Unter dem Motto „Die Panzerbrigade – Träger des Gefechts“ präsentierte der Standort ein vielseitiges Programm, das moderne Gefechtsfahrzeuge, Artillerie, Pioniertechnik, militärische Luftfahrt und Einsatzunterstützung zusammenführte.
Rund 20.000 Besucherinnen und Besucher kamen bei sonnigem Wetter auf das Kasernengelände. Nach dem Einlass am Morgen und einem Festgottesdienst auf dem Appellplatz öffneten die Ausstellungsbereiche. Dort konnten die Gäste rund 40 Fahrzeuge verschiedener Teilstreitkräfte aus nächster Nähe betrachten und mit Soldatinnen, Soldaten sowie zivilen Mitarbeitenden ins Gespräch kommen. Damit rückte die Veranstaltung nicht nur die Technik, sondern auch die Menschen hinter den Aufgaben der Bundeswehr in den Mittelpunkt.
Vorführungen als Publikumsmagnet
Ein besonderer Anziehungspunkt war die dynamische Waffenschau. Mehrfach am Tag wurden moderne Gefechtsfahrzeuge in Bewegung gezeigt, darunter Kampfpanzer, Schützenpanzer, Radfahrzeuge und Artilleriesysteme. Besonders aufmerksam verfolgte das Publikum die Vorführung des Leopard 2 A7V, der unter kontrollierten Bedingungen eine Fahrzeugkarosserie überrollte. Die Szene machte die Dimensionen, Kraft und Geländegängigkeit des Kampfpanzers anschaulich, ohne den Charakter einer sachlichen Leistungsschau zu verlieren.
Auch die ausgestellten Großgeräte verdeutlichten die Bandbreite moderner Landstreitkräfte. Neben dem Gepanzerten Transport-Kraftfahrzeug Boxer waren unter anderem der Schützenpanzer Puma, der Schützenpanzer Marder 1, der Spähwagen Fennek, die Panzerhaubitze 2000 und der Raketenwerfer MARS II zu sehen. Ergänzt wurde die Schau durch Pioniergerät wie die Gefechtsfeldbrücke und den Pionierpanzer Dachs, die beispielhaft für Beweglichkeit, Unterstützung und Einsatzfähigkeit im Gelände standen.
Luftfahrt und Einsatzunterstützung erweitern das Bild
Die militärische Luftfahrt prägte den Veranstaltungstag ebenfalls sichtbar. Überflüge eines Transporthubschraubers CH-53, mehrerer A400M sowie weiterer Luftfahrzeuge gaben dem Publikum einen kompakten Eindruck unterschiedlicher Fähigkeiten der Luftwaffe und verbündeter Kräfte. Am Boden ergänzten Hubschrauber wie der NH-90, der H145M und der CH-53 die Ausstellung und machten deutlich, welche Rolle Luftbeweglichkeit, Transport und schnelle Einsatzunterstützung im modernen militärischen Umfeld spielen.
Neben den militärischen Exponaten bot die Blaulichtmeile einen zivilen Bezugspunkt. Polizei, Technisches Hilfswerk und weitere Organisationen stellten ihre Arbeit vor und zeigten, wie vielfältig Sicherheits- und Unterstützungsaufgaben in der Region miteinander verbunden sind. Das Heeresmusikkorps Veitshöchheim setzte dazu musikalische Akzente und bot den Besucherinnen und Besuchern einen ruhigeren Gegenpol zu den technischen Vorführungen.
Politische und militärische Einordnung
Zur Mittagszeit rückten Grußworte und Einordnungen in den Vordergrund. Oberstleutnant Hekja Marlen Werner und Oberstleutnant Stefan Zadlo begrüßten die Gäste als Kommandeure der Weidener Panzerartillerie. Oberbürgermeister Dr. Benjamin Zeitler betonte die enge Verbindung zwischen der Stadt Weiden und der Bundeswehr. Auch weitere Ehrengäste aus Politik und Militär nahmen an der Veranstaltung teil.
Besondere Aufmerksamkeit galt dem Besuch von Generalleutnant Dr. Christian Freuding, dem Inspekteur des Heeres. Er sprach über die Entwicklung der Bundeswehrstandorte in der Region, den Aufbau der Brigade Litauen und die enge Zusammenarbeit mit den amerikanischen Streitkräften, insbesondere am Standort Grafenwöhr. Dadurch erhielt der Tag über die Ausstellung hinaus eine sicherheitspolitische Dimension.
Ein starkes Signal aus der Oberpfalz
Der Tag der Bundeswehr in Weiden endete um 17:00 Uhr als gut besuchte und professionell organisierte Leistungsschau. Die Veranstaltung verband technische Einblicke mit persönlicher Begegnung und machte sichtbar, welche Bedeutung der Standort für die Region besitzt. Weiden präsentierte sich damit nicht nur als Gastgeber eines bundesweiten Aktionstags, sondern auch als wichtiger Bundeswehrstandort in der Oberpfalz.





